Kul­tur­bei­rats­wahl 2022

Zur Wahl des Wies­ba­de­ner Kul­tur­bei­rats 2022 kan­di­die­re ich für die Spar­te „Bil­den­de Kunst“.

Mit Wies­ba­den als Wahl­hei­mat ver­bun­den bin ich durch …

die Gesamt­ge­stal­tung der KZ-Gedenk­stät­te „Unter den Eichen“, Carl-von-Ibell-Weg,

eige­ne Arbei­ten in der Dau­er­aus­stel­lung und Samm­lung des „sam“ Stadt­mu­se­um am Markt und in der städ­ti­schen Arto­thek im Kunsthaus,

Grün­dung und Betrei­ben der Frei­luft­ga­le­rie „Westend-Gale­rie“ am Bis­marck­ring seit 19 Jah­ren, westend​-gale​rie​.org

die der­zei­ti­ge Gestal­tung von drei Baum­schei­ben für die Westend-Gale­rie, unter­stützt vom Grün­flä­chen­amt, zu Füs­sen der Lin­den No. 1, 2, 3 in der Goebenstraße,

Grün­dung, Auf­bau und mehr­jäh­ri­ge Lei­tung des offe­nen Kin­der-Pro­jek­tes „die Kunst-Kof­fer kom­men“ in Wies­ba­den und dar­über hin­aus — und den Inte­gra­ti­ons­preis der Stadt Wies­ba­den hier­für, www​.kunst​-kof​fer​.org

die Ent­wick­lung und Durch­füh­rung des Ange­bots „Kin­der mit­ten­Drin“ im Nas­saui­schen Kunst­ver­ein NKV seit 11 Jah­ren (mit Sarah Kot­ten­brink und Laris­sa Frömel),

die Ent­wick­lung des inter­ak­ti­ven und inter­ge­ne­ra­ti­ven Ver­mitt­lungs­an­ge­bots „Wil­helms Wan­ne“ im Nas­saui­schen Kunst­ver­ein NKV

das Erstel­len des Kon­zepts für die „Ate­lier-Eta­ge Westend“ im Georg-Buch-Haus,

die Teil­nah­me an zwei­en der Kunst­som­mer, orga­ni­siert vom Kul­tur­amt der Stadt: 2000 Instal­la­ti­on „Sehn­sucht“ im Haupt­bahn­hof, 2008 Instal­la­ti­on „Plus-Minus“ am 1. Ring,

die Initi­ie­rung und mehr­jäh­ri­ge Orga­ni­sa­ti­on der „Offe­nen Ate­liers Westend“ (mit Rita Marsmann),

die Zusam­men­ar­beit mit in unse­rer Stadt Zuflucht suchen­den Künstler*innen,

künst­le­ri­sche Kur­se und Fort­bil­dungs­se­mi­na­re für unter­schied­li­che erwach­se­ne Ziel­grup­pen (Schul­äm­ter, VHS, freie Kurse),

Stadt­rund­gän­ge mit Schwer­punk­ten Archi­tek­tur­ge­schich­te, Bau­en im Stil der Neu­en Sach­lich­keit in Wies­ba­den, Sozi­al­ge­schich­te, NS-Dik­ta­tur, Migra­ti­on, Kunst im öffent­li­chen Raum,

die über­re­gio­na­le Initia­ti­ve „Leich­tes in die­ser Zeit“ (Resi­li­enz und Zuver­sicht durch Kunst wäh­rend der Pandemie),

die – ver­geb­li­che - Initia­ti­ve „lasst uns hier rein!“ zur Umset­zung eines Hygie­nekon­zept-basier­ten Kul­tur­be­triebs anstel­le des halb­jäh­ri­gen Kul­tur-Lock­downs Winter/​Frühling 2020/​21,

Aus­stel­lun­gen: zuletzt Bel­le­vu­e­saal-Sti­pen­di­um „Pan­ta Rhei, Alles ist im Fluss“ 2020, jetzt im Herbst 2022 Gale­rie Nero (mit Horst Rei­chard), Betei­li­gun­gen: zuletzt Gale­rie h22, aktu­ell Kunstarche,

Auf­nah­me in die Künstler*innengruppe 50 (vgl. Kino-Film „Kunst als Schlüs­sel zur Exis­tenz“, Regie: Stel­la Tin­ber­gen, Pre­mie­re 2022),

offe­ne Brief­wech­sel zu Kul­tur-Fra­gen mit Repräsentant*innen von Stadt und Land,

aktu­ell Auf­bau eines vom Kul­tur­amt der Stadt geför­der­ten Par­cours „Skulp­tur im Außen­raum“ (der­zeit Schwer­punkt Äuße­res Westend, Erwei­te­run­gen geplant)

inter­ak­ti­ve Pro­jek­te mit Erwach­se­nen. Aktu­ell an der Yorck­stra­ße Ecke Scharn­horst­stra­ße zu sehen: Skulp­tur „Löf­fel­baum: Zusam­men­halt in die­ser Zeit“ (50 Beteiligte),

die der­zei­ti­ge Vor­be­rei­tung eines umfang­rei­chen par­ti­zi­pa­ti­ven Pro­jek­tes für 2023,

ganz aktu­ell die Orga­ni­sa­ti­on von „Klein­ode im Westend ent­de­cken“, 9. Juli 2022, 11 – 19 Uhr, in Zusam­men­ar­beit mit Orts­bei­rat Westend/​Bleichstraße, www​.klein​ode​-westend​.de

mei­ne fort­lau­fen­de Arti­kel­se­rie im Stadt­ma­ga­zin „sen­sor Wies­ba­den“ über öffent­li­che Plät­ze unse­rer Stadt.

Eini­ge für mich aktu­el­le Fragen:

Wie ist der Tat­sa­che zu begeg­nen, dass nach dem halb­jäh­ri­gen zwei­ten Coro­na-Lock­down des gesam­ten Kul­tur­le­bens, vor dem vie­le Stim­men gewarnt hat­ten, aktu­ell ein Groß­teil des Publi­kums, näm­lich rund zwei Drit­tel(!!!) fernbleiben?

Kön­nen die Sicht­bar­keit und das Gewicht von Kul­tur und Kul­tur­po­li­tik in der Stadt auf Dau­er ohne haupt­be­ruf­li­che Dezer­nats­lei­tung gelingen?

Ist ein klam­mer Kel­ler der ange­mes­se­ne Platz, um die Geschich­te und Gegen­wart unse­rer Stadt in all ihrer Viel­schich­tig­keit ans Licht zu heben? — Ich spre­che vom „sam“.

Wie las­sen sich kul­tu­rel­le Brü­cken nach Russ­land erhal­ten, statt Kul­tur­schaf­fen­de und Wissenschaftler*innen pau­schal zu iso­lie­ren? – Die der­zei­ti­ge Boy­kott-Poli­tik der Bun­des­re­gie­rung spielt mei­nes Erach­tens in die­sem Punkt Putin in die Hän­de und gefähr­det Arbeit und Leben dor­ti­ger Kolleg*innen: Sie benö­ti­gen die Mög­lich­keit zu Außen­kon­tak­ten drin­gen­der denn je.

Wie las­sen sich neue For­ma­te auf­su­chen­der Kul­tur­ar­beit in unse­rer Stadt ent­wi­ckeln und umset­zen? Wel­che Koope­ra­tio­nen sind hier­bei hilfreich?

Stand­punk­te zur Bedeu­tung der Bil­den­den Kunst:

Kunst und Kul­tur sind für mich sin­nen­fro­he(!) Labo­re zur Betrach­tung und Gestal­tung von klei­nen und gro­ßen Lebens-Fragen.

Ich ste­he für einen deut­lich ins Sozia­le und ins Poli­ti­sche erwei­ter­ten Kunst­be­griff im Sin­ne von Joseph Beuys. Die bil­den­de Kunst steht nicht für sich allei­ne und arbei­tet interdisziplinär.

Drin­gend plä­die­re ich dafür, Kri­sen als Chan­cen(!) zu begrei­fen und die­se anzu­neh­men — frei nach Chris­toph Schlin­gen­sief. Mäan­dern­de Umwe­ge sind nor­mal, ja sogar notwendig.

Die Küns­te stif­ten für die Stadt­ge­sell­schaft grund­le­gen­de Frei­räu­me, um Situa­tio­nen im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes durch zu „spie­len“ — ste­hen wir in Anleh­nung an Loui­se Bour­go­is für die­se Frei­hei­ten ein!

Und: Schau­en wir nicht zu ein­sei­tig nur auf die Mit­te der Stadt! Neh­men wir auch deren Peri­phe­rie in den Blick, denn hier bil­det sich das Gesche­hen im Zen­trum qua­si spie­gel­ver­kehrt ab.

Kul­tur­för­de­rung ist Grund­la­gen­för­de­rung für jeg­li­che Form von Krea­ti­vi­tät in allen Lebens­be­rei­chen. (Rein­hard Ernst Anfang März 2020 im Pari­ser Hof-Theater)

Ich bit­te Sie um Ihre Stim­me bei der Kul­tur­bei­rats­wahl 2022.

Sie kön­nen aus­schließ­lich per Brief­wahl teil­neh­men! Bit­te for­dern Sie die Wahl-Unter­la­gen an: Wahl­amt der Lan­des­haupt­stadt Wies­ba­den, Fried­rich­str. 16, 65185 Wies­ba­den. Herz­li­chen Dank.

Meine Stimme macht Kultur

Abstim­mung /​Wahl­un­ter­la­gen

Die Kul­tur­bei­rats­wahl fin­det als rei­ne Brief­wahl statt. Über die zukünf­ti­gen Mit­glie­der des Kul­tur­bei­rats kön­nen Sie in drei ein­fa­chen Schrit­ten abstimmen:

  1. Brief­wahl­un­ter­la­gen bean­tra­gen (Online, Email oder Post)
  2. Stimm­zet­tel zu Hau­se ausfüllen
  3. Aus­ge­füll­te Unter­la­gen nach bei­lie­gen­der Anlei­tung zurücksenden

Ab dem 26.05. kön­nen Sie bequem über den fol­gen­den Link die Brief­wahl­un­ter­la­gen für die Kul­tur­bei­rats­wahl 2022 beantragen:
https://​he​.bue​r​ger​ser​vice​por​tal​.de/​h​e​s​s​e​n​/​w​i​e​s​b​a​d​e​n​/​b​s​p​_​e​w​o​_​b​r​i​e​f​w​ahl